Citibank unterstützt Habitat for Humanity in Ägypten
Ein Bericht von Nina Schildge über die Baureise der Citibank Deutschland nach Ägypten.
Mitte April 2007 sind acht Citibanker nach Ägypten geflogen, um dort vor Ort beim Bau von Häusern zu helfen.
Das Einsatzgebiet: Leben ohne Dach über dem Kopf
Das Einsatzgebiet der Citibanker war eine Gemeinde in der Region El Minya, etwa 150 Meilen südlich von Kairo. Armut und Arbeitslosigkeit sind hier weit verbreitet, und viele Einwohner haben weder ein Dach über dem Kopf noch Hoffnung, dass sich ihre desolaten Lebensumstände in absehbarer Zeit ändern. Die gemeinhin großen Familien leben zumeist auf engstem Raum in alten Lehmhütten ohne Fenster und Türen – manche von ihnen sogar zusammen mit ihrem Vieh. Sie sind den oft extremen Temperaturschwankungen sowie Schlangen und Ungeziefer ausgesetzt. Auch Diebe haben leichtes Spiel. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal: Toiletten und fließendes Wasser sind keine Selbstverständlichkeit, wodurch sich Krankheiten rasch verbreiten.
Habitat for Humanity Ägypten Hand in Hand gegen Elendsbehausungen
Seit 1989 baut und renoviert Habitat for Humanity Ägypten einfache Häuser für Bedürftige in insgesamt 15 Gemeinden in El Minya und Kairo. Durch die Arbeit von Habitat wurden zudem zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Die Organisation setzt dabei zusätzlich auf die Unterstützung von freiwilligen Helfern. So reisen regelmäßig Teams aus aller Welt in die Habitat-Einsatzgebiete, um dort auf den Baustellen zusammen mit Habitat-Mitarbeitern und einheimischen Arbeitern Unterkünfte zu schaffen.
Citibanker bauen Häuser mit Habitat
Acht Citibank-Mitarbeiter aus dem ganzen Bundesgebiet flogen am 18. April mit einer Teamleiterin von Habitat Deutschland für drei Tage nach Kairo. Von dort ging es am ersten Morgen mit dem Bus in den fünf Autostunden entfernten Einsatzort, eine arme Gemeinde der Provinz El Minya, die von Habitat bereits seit mehreren Jahren unterstützt wird. Hier sollten die Citibanker tatkräftig beim Häuserbau mit anpacken.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Bürgermeister des Dorfs und einer Vorstellungsrunde wurden drei Bautrupps mit jeweils zwei bis drei Citibankern und ägyptischen Arbeitern eingeteilt und zogen auf ihre jeweiligen Baustellen. Die Kommunikation auf dem Bau erfolgte aufgrund der Sprachbarriere mit Händen und Füßen, was aber zu keiner Zeit ein Problem war. Auch die Zusammenarbeit lief wie am Schnürchen. Während die einen Lehmziegel schleppten und Zement mischten, mauerten andere aus schweren weißen Steinen hohe Hauswände. Den "Dachdeckern" stand der Schweiß förmlich auf die Stirn geschrieben: Bei größter Hitze galt es, dünne Holzlatten in schwindelerregender Höhe mit Hammer und Nagel auf Holzbalken zu befestigen. Auch hier waren Teamwork und Umsicht gefragt, da keiner auf dem Dach gesichert war. Es dauerte nicht lange, und der Großteil des Dorfs hatte sich an den Baustellen eingefunden, um den Arbeitern zur Hand zu gehen. Trotz des wenig professionellen Werkzeugs und Baumaterials ging den Teams die Arbeit damit schnell von der Hand, und am Ende der zwei Tage waren mehrere Wände gemauert und Häuser mit einfachen Dächern versehen.
Besonders beeindruckte die Teilnehmer die enorme Gastfreundschaft und Offenheit, die ihnen im gesamten Dorf entgegen gebracht wurde. Ob Unterstützung beim Bau, die Verpflegung mit Getränken oder die gemeinsamen Pausen – von Anfang an wurden die freiwilligen Helfer in die Dorfgemeinschaft aufgenommen und tauschten sich mit Groß und Klein aus.
Auch der Zusammenhalt unter den Citibank-Kollegen war großartig. Als Fremde in Frankfurt gestartet, trennte man sich schon fast wehmütig am letzten Tag von den Kolleginnen und Kollegen.
Am Ende des Aufenthalts waren alle Teilnehmer davon überzeugt, dass die Kooperation der Citibank mit Habitat for Humanity Deutschland nicht nur einem nachweislich guten Zweck dient. Für jeden einzelnen Helfer bedeutete die Reise eine Menge Spaß – und ein unvergessliches Stück Lebenserfahrung.
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Statements
"Es war ein schönes Gefühl, bedürftigen Menschen vor Ort aus eigener Kraft zu helfen. Der Blickwinkel ändert sich, wenn man mit eigenen Augen sieht, wie andere Menschen in anderen Ländern ihren Alltag bewältigen müssen: Alltägliche Dinge im Leben bekommen einen ganz anderen Stellenwert. Es ist ein sehr schönes Zeichen, dass die Citibank die Aktivitäten von Habitat for Humanity fördert und unterstützt.“
Abdül Akpinar, Mobile Sales Force
"Durch die Reise konnten wir mit eigenen Augen sehen, was mit den Spenden der Citibank geschieht. Der Kontakt zur Bevölkerung war für mich sehr wertvoll. Ich habe Anschriften und Telefonnummern getauscht, um den Kontakt weiter zu vertiefen. Für mich bedeutet die Reise ein wichtiges Stück Lebenserfahrung und eine sehr gute Gelegenheit, sich mit den eigenen Werten und Lebensgewohnheiten auseinander zu setzen.“
Joachim Schwabe, Prozess- und Organisationsentwicklung
"Persönlich zu erleben, mit wie wenig Mitteln Bedürftigen geholfen werden kann, war ein bleibender Eindruck. Die Menschen dort sind vielleicht arm an materiellen Dingen, aber reich an Gastfreundschaft und Offenheit. Selbst derjenige, der nur wenig besitzt, teilt das Wenige, das er hat – und wenn es nur ein Glas Tee ist. Für mich war die Unternehmung ein bleibendes Erlebnis und eine Lebenserfahrung zugleich.“ Michael Schleinitz, Filiale Ravensburg"Wir konnten Ägypten von einer Seite kennen lernen, welche die meisten Touristen niemals sehen werden. Trotz Armut sind die Menschen zufrieden und haben uns sehr gastfreundlich behandelt. Ich bin froh, dass ich mitgefahren bin und diese Erfahrung machen durfte.“
Martina Reinken, Filiale Düsseldorf-Rath
"Es waren ein paar sehr schöne Tage mit vielen neuen und interessanten Eindrücken, die einen in vielen Alltagssituationen zum Nachdenken anregen. Ich bin froh, an dieser Reise teilgenommen zu haben. Und ich habe es auch sehr genossen, neue nette Kolleginnen und Kollegen zu treffen."
Dagmar Wilkens, HR Payroll & Support



