Baureise Freshfields Bruckhaus Deringer

- 21 Mitarbeiter von Freshfields Bruckhaus Deringer
Vom 12. bis 20. Juli 2008 machte sich ein Unternehmensteam von 23 Teilnehmern der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer auf die Reise in unser Projekt in Nkwantakese in Ghana.
Das Team war schon Monate vor der Reise damit beschäftigt, in ihrer Freizeit für die Familien Gelder zu sammeln und Freunde und Familie auf das Projekt aufmerksam zu machen.
Reisebericht von der Baureise Freshfields Bruckhaus Deringer
Die Mission
Vor einigen Monaten erreichte die Partner und Mitarbeiter der internationalen Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP eine E-Mail, in der uns angeboten wurde, gemeinsam mit der Organisation Habitat for Humanity in Ghana Häuser zu bauen.
Insgesamt haben sich ca. 100 Mitarbeiter gefunden, die sich dieser Herausforderung stellen wollten. Mit diesen Seiten will die legendäre, aus 21 Personen bestehende "Gruppe 4", die zwischen dem 12. und 19. Juli die Baustellen Ghanas unsicher gemacht hat, einen Einblick in dieses Projekt geben.
Warum?
Diese Frage wurde uns in der Tat häufig gestellt: "Wäre es nicht sinniger, das viele Geld, das für die Reise aufgebracht werden muss, direkt zu überweisen?". Auf den ersten Blick ist diese Frage völlig berechtigt, weshalb wir sie uns auch selbst gestellt haben.
Während unseres Aufenthalts in Ghana haben wir jedoch erkannt, dass es um weitaus mehr als Geld geht: Anerkennung. Mittlerweile sind wir davon überzeugt, dass unsere Gastgeber es durchaus zu schätzen wissen, dass wir eine Reise von insgesamt 10.000 Kilometern auf uns genommen haben, um beim Bau der dringend benötigten Häuser zu helfen. Dass wir den Menschen Ghanas die Gelegenheit gegeben haben, uns ihr schönes Land zu zeigen. Dass wir uns an ihrer Kultur interessiert gezeigt haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Dass wir über unseren Tellerrand geblickt haben.
Wo?
Nach einer Nacht in Accra traten wir unsere Reise nach Kumasi an. Die sechsstündige Busfahrt führte uns durch die Region Koforidua und Schlaglöcher, in denen ein VW Golf völlig verschwinden könnte.
Es fällt uns schwer, dieses wundervolle Land in allen Facetten zu beschreiben. Um einen Eindruck zu bekommen, reichen sicherlich auch die vielen Fotos auf dieser Seite nicht aus. Deshalb: Hinfliegen! Einen Link zu Habitat for Humatity findet ihr auch auf dieser Seite.
Was haben wir gemacht?
Von denjenigen, die die Reise nach Ghana bereits vor uns angetreten hatten, wurde uns berichtet, dass die Arbeit auf der Baustelle extrem anstrengend sei. So schlimm wird's schon nicht gewesen sein. Dachten wir... Nach mehren hundert geschleppten Steinen, vielen Kubikmetern Mörtel und unzähligen Stunden, die wir mit dem Schaufeln großer Sandhaufen von links nach rechts und wieder zurück verbracht haben, wissen wir: Doch. Es ist so schlimm! Um so mehr verwundert es, dass uns das Arbeiten auf der Baustelle Spaß gemacht hat. Möglicherweise hat die unglaubliche Hitze - garniert mit hoher Luftfeuchtigkeit - uns derart vernebelt, dass wir zu dieser Einschätzung gekommen sind. Oder: Es hat uns einfach unglaubliche Freude bereitet, etwas wirklich Benötigtes Entstehen zu sehen und maßgeblich daran beteiligt zu sein. Dass wir erfahren haben, dass "Teamwork" nicht bloß eine Floskel ist. Dass wir erkannt haben, dass unser Gejammer über die ach so anstrengende Büroarbeit völlig ungerechtfertigt ist.
Natürlich haben wir nicht nur gearbeitet - obwohl wir aufgrund unserer extremen körperlichen Fitness dazu in der Lage gewesen wären! Wir hatten ausreichend Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen. Habitat for Humanity hat auch hier ganze Arbeit geleistet: In einem Vortrag wurde uns ein Einblick in die teilweise komplexen Hierarchien gegeben (jeder ist Chief oder Sub-Chief). Auch über die Religionen Ghanas konnten wir einiges erfahren (man stirbt, weil man sich im Urwald geschlechtlich betätigt hat oder weil man verflucht wurde). Sogar ein Ghospel-Chor und eine traditionelle Band haben für uns gesungen (ghanaische Musik wird deshalb nicht im Radio gespielt, da kein Lied kürzer als 20 Minuten ist).
Auch kulinarisch waren wir bestens versorgt. Ghana ist bekanntlich eines der Länder, in dem der Pfeffer wächst. Wer jedoch eines der köstlichen Gerichte zu sich genommen hat, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie es möglich ist, dass dieses Gewürz exportiert werden kann. Schließlich hat man gerade die Hälfte der Jahresproduktion zu sich genommen.
Da man bekanntlich Menschen an der Theke am besten kennen lernt, haben wir diese Strapazen natürlich auch auf uns genommen.
Was haben wir mitgebracht?
Muskeln und einen Haufen sehr schmutziger Wäsche! Aber nicht nur das. Vor allem bringen wir eine unglaubliche Zufriedenheit mit nach Deutschland. Eine Menge neue Freunde. Viele Eindrücke, zu deren Verarbeitung wir sicherlich noch einige Wochen benötigen. Und vor allem: Fernweh nach Ghana.
Weitere Informationen
Statements
"Eine einzigartige Erfahrung"
Karina Fletcher
"Mein erster Aufenthalt in Afrika/Ghana gab mir einen großartigen Einblick in das Leben und die Kultur des Landes. Die harte Arbeit auf der Baustelle war eine wunderbare Abwechslung vom Bürojob und ließ den Alltag und Sorgen vergessen machen."
Sabine Bottin
"Die Entscheidung das Habitat-Projekt zu unterstützen war eine meiner besten, da ich viel über Ghana und das Leben dort gelernt habe. Auf der Baustelle konnte jeder Mitarbeiter sein bestes geben und wurde mit bestem Essen, dankbaren Hausbewohnern und lachenden Kinderaugen belohnt."
Nadine Brodhuhn
"Einzigartig, jegliche Erwartungen übertroffen. Überwältigt von der Freundlichkeit und positiven Einstellung der Menschen in Ghana. Perfektes Land für diese Aktion."
Peter Freitag
"Eine einzigartige Erfahrung, insbesondere aufgrund der Möglichkeit, eine neue Welt und Kultur kennenzulernen. Vielmehr als nur das Bauen von Häusern war diese Möglichkeit das Kennenlernen von Land und Leuten, Teambuilding und neuen Perspektiven."
Baureiseteilnehmer Freshfields Bruckhaus Deringer
"Die Baureise war eine tolle Erfahrung. Die Arbeit am Haus war extrem anstrengend, gerade dadurch war die Zusammenarbeit im Team besonders gut. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein und wäre gerne noch eine weitere Woche geblieben."
Baureiseteilnehmer Freshfields Bruckhaus Deringer















