Ein weltweites Konzept
Der Rechtsanwalt Millard Fuller und seine Frau Linda waren mit 30 Jahren bereits mehrfache Millionäre, als sie eine radikale Lebenswende vollzogen: Sie verkauften ihren ganzen Besitz und spendeten das Geld für soziale Zwecke. Sie initiierten eine Reihe von Projekten in ihrer näheren Umgebung, unter anderem Bauprojekte für einkommensschwache Familien, die in menschenunwürdigen Wohnverhältnissen lebten. Dabei erfuhren sie, wie wichtig sichere und gesunde Lebensverhältnisse sind, damit Familien aus dem Kreislauf von Armut und Krankheit entkommen und durch ein neues Selbstwertgefühl Perspektiven für die Zukunft entwickeln können.
Die Säulen der Arbeit
Aus ihren Erfahrungen entwickelten die Fullers ein nachhaltiges Baukonzept, das auf Eigenleistung, Nachbarschaftshilfe, Freiwilligenengagement und einem Finanzierungsfonds basierte. 1973 wollten sie ihr Hilfskonzept auf seine Anwendbarkeit in einem anderen Land testen. Die Fullers gingen mit ihren vier kleinen Kindern nach Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, und begannen dort Häuser für bedürftige Menschen zu bauen. Das Experiment war erfolgreich: Als die Familie 1976 wieder in die USA zurückkehrte, hinterließen sie ein nachhaltig funktionierendes Bauprojekt unter einheimischer Leitung. Zurück in der Heimat gründete Millard Fuller Habitat for Humanity International.


