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Kambodscha – Wohnen am Rande einer Müllhalde

Bild: Kind und Arbeiter auf dem Müllberg in Damnak Thom, Kambodscha
Kind und Arbeiter auf dem Müllberg in Damnak Thom, Kambodscha

 

In Kambodscha leben viele Familien unter äußerst unmenschlichen Bedingungen. Habitat for Humanity baute im Rahmen des Jimmy Carter Work Projekts im November für 21 Familien ein neues Zuhause. Diese 21 Familien lebten bisher am Rande einer Müllhalde in der Nähe der Hauptstadt Phnom Penh und bestritten ihren kargen Lebensunterhalt durch Sammeln, Aufarbeitung und Verkauf von Müll. Krankheit, Mangelernährung und Verletzungen durch das tägliche Leben in dieser Umgebung haben die Menschen geprägt. Durch zahlreiche freiwillige Helfer und Spenden kann diesen Menschen nun eine neue Lebensgrundlage gegeben werden.

Bild: Bisherige Unterkunft der Familien
Bisherige Unterkunft der Familien

Neue Häuser für 21 Familien

Habitat for Humanity hat mit etwa 200 Freiwilligen vor Ort eine Woche lang im November 09 für und mit diesen Familien Häuser gebaut. Das neue Zuhause dieser Familien entstand etwa 40 Kilometer von Phnom Penh entfernt. Jede der 21 Familien hat seit 2006 monatlich 2500 Riel (ca. 40 Cent) in eine Gemeinschaftskasse gegeben, mit der nun die Vorarbeiten der Bebauung gezahlt werden konnten. Das Land selbst hat ein Australisches Paar gespendet.

Ein neues, hoffnungsvolles Leben mit neuen Arbeitsmöglichkeiten erwartet die Familien

Chea Maradi z.B. lebte mit seiner Frau und einer kleinen Tochter bisher am Müllberg und versuchte durch die Reparatur von gesammelten alten Schuhen die Familie zu ernähren. Er weiß, dass durch die neue Lebenssituation auch die Mangelernährung seiner kleinen Tochter behoben werden kann.

Das älteste Mitglied dieser Familien ist der 70 jährige Chea Hout. Er ist der Vater von Chea Chandy und hat zahlreiche Enkelkinder. Da er als einziger in der Gemeinschaft im Besitz einer Nähmaschine ist, besuchen ihn andere Familien oft, um dort ihre Schuhe zu reparieren.

Aber nicht nur in Kambodscha entstanden im November neue Häuser für bedürftige Familien: Auch in Thailand, Vietnam, Laos und China bauten insgesamt über 3000 Freiwillige 166 Häuser und trugen somit dazu bei, dass wieder einige Familien weniger in unmenschlichen Wohnbedingungen leben müssen. Unter den Freiwilligen befanden sich auch Persönlichkeiten wie Jimmy Carter und seine Ehefrau sowie Filmstars aus den asiatischen Ländern.

Müllsammeln für ein Überleben
Müllsammeln für ein Überleben

Das Jimmy Carter Work Projekt

ist ein einmal jährliches stattfindendes international anerkanntes Projekt von Habitat for Humanity, bei dem Freiwillige einfache und günstige Häuser für und mit Familien mit geringem Einkommen bauen. In den vergangenen Jahren wurden bereits Häuser in Indien, Korea, Mexiko, Südafrika, Ungarn, den USA und auf den Philippinen gebaut.

Nach diesem erfolgreichem Abschluss des Jimmy Carter Work Projects soll das vorbildliche Projekt in Kambodscha auf weitere an der Müllhalde ansässige Familien ausgeweitet werden. Dafür sind zusätzliche Spendengelder notwendig.

Tragen auch Sie persönlich dazu bei, dass wieder einige weitere Menschen ein warmes, trockenes und gesundes Zuhause bekommen und spenden Sie!

www.hfhd.de/spenden.html

oder

Habitat For Humanity Deutschland
Spendenkonto: 105894001
BLZ: 10070024, Deutsche Bank

Weitere Informationen

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