Kambodscha - Khmer Harvest Bauprojekt 2011

- Alexandra Neldel mit Kindern aus dem Ort Oudong (Foto: Lydia Gries)
Vom 15. bis zum 19. November halfen zahlreiche internationale Freiwillige beim Bau von Häusern in Oudong, Kambodscha. Zusammen mit den Familien, die später die Häuser bewohnen, konnten insgesamt 22 Häuser für Familien gebaut werden, die zuvor unter unmenschlichen Bedingungen auf einer Müllhalde in der Hauptstadt Phnom Penh lebten. Sie wohnten unter Planen oder in notdürftigen Verschlägen, hatten kein fließendes Wasser oder ausreichende sanitäre Einrichtung. Auch die Habitat for Humanity Deutschland Botschafterin Alexandra half mit, Häuser für diese Familien zu bauen.
Nach ihrem Baueinsatz in Nepal im November 2010 war sie damit bereits zum zweiten Mal tatkräftig bei einem Habitat for Humanity Hilfsprojekt im Einsatz. Neben ihrem Einsatz auf der Baustelle half sie außerdem dabei mit, Farmland für den Anbau von Früchten für die Gemeinde zu schaffen.
Die Situation in Kambodscha
In den Städten Kambodschas leben Prozent der Bewohner – das sind über 250.000 Menschen - in Elendsvierteln und Slums. Die Menschen lassen sich mit Planen oder notdürftigen Verschlägen überall dort nieder, wo Platz ist: auf Höfen und Dächern, neben Bahngleisen, an Flussufern und Sümpfen. Die Armut in Kambodscha ist enorm - 26 Prozent der kambodschanischen Bevölkerung leben von umgerechnet 1,25 US Dollar am Tag, viele Menschen haben oft nicht einmal die bescheidenste Grundversorgung.
Der Khmer Harvest Build
Das Khmer Harvest Build 2011 baut auf dem Jimmy Carter Bauprojekt von 2009 auf und nutzt neu erschlossenes Land. Im Jahr 2009 wurden bereits im Rahmen des Jimmy Carter Bauprojektes 2009 in fünf Tagen zusammen 21 Häuser gebaut. Anschließend wurde darüber hinaus Land für den Bau 50 weiterer Häuser gesichert. Das Land ist für Familien bestimmt, die bisher bei der Steung Meanchey Deponie leben.
Die neuen Häuser sind etwa 30 Quadratmeter groß. Sie sind ausgestattet mit einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer und einer Küche. Auch haben die Menschen endlich eigene Bäder und fließendes sauberes Wasser, so dass die hygienische Situation sich wesentlich verbessert. Dazu ist auf jedem Haus eine Solarenergieanlage installiert. Vor allem aber stehen sie auf Land, dessen Besitzrechte geklärt sind, so dass die Bewohner nicht vertrieben werden können.
Die Freiwilligen stellten zunächst Lehmblöcke aus der vorhandenen Erde her. Denn wie auch bei allen anderen Projekten achtet Habitat for Humanity auf eine ökonomische und umweltfreundliche Verwendung von Ressourcen. Diese Baumethode ist zudem sehr stabil und sicher.
Neben dem Bau von Häusern halfen die Freiwilligen auch bei der Erschließung von 2,37 Hektar Farmland für die örtliche Gemeinde Kandal. Auf der Farm sollen dann lokale Früchte und Gemüse angebaut, in anderen Bereichen sollen Hühner und Fische gehalten werden. Die Erträge werden lokal – und später auch national – vertrieben werden. Mit Hilfe von Landwirtschafts- und Managementtraining soll die Farm in fünf Jahren der Gemeinde überlassen werden. Denn neben einem sicheren Wohnumfeld sind Arbeitsmöglichkeiten für die Familien von allergrößter Bedeutung um den Armutskreislauf zu durchbrechen.
Sehen sie dazu auch:
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Pressemeldung zu Alexandra Neldel in Kambodscha
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Aktuelles aus dem Bauprojekt und Alexandra Neldel in Kambodscha
Erster Tag - Ankunft in Oundong:
„Sok sebai te“ – „Hallo, wie geht es dir!“ So wurde Alexandra Neldel freundlich auf kambodianisch willkommen geheißen in Oundong. Und bei der Begrüßung bringen Kambodschaner ihre Hände in Gebetshaltung vor der Brust zusammen, ohne ihren Körper zu berühren. Andere Länder, andere Sitten. Und danach geht es los auf der Baustelle. Mehr als 300 Freiwillige arbeiten an 21 Häusern in Oundong. Und Alexandra Neldel ist schnell eingebunden. Stein um Stein bauen Sie eine Wand für ein erstes Haus auf. So vergeht der erste Tag wie im Flug. Jetzt hat Sie sich eine Pause verdient - Denn morgen früh um sieben Uhr geht es schon weiter.
Grüne Bausteine für Habitat for Humanity Häuser
Der erste Tag ist um. Hier gibt es die ersten Bilder: Facebook Fotoalbum Erster Tag auf der Baustelle. Hier seht ihr verschiedene Teammitglieder in "voller Aktion" beim Einsatz für eine gute Sache. Nette und motivierte Kollegen, oder?
Die Bausteine für die 22 Häuser werden übrigens aus einer Mischung aus Lehmerde, Sand und Zement hergestellt. Es werden bei der Herstellung keine Kohle oder Holz "verbrannt", um mit diesen Ressourcen nachhaltig umzugehen, sprich sie nicht zu verschwenden. Und dabei sind diese Bausteine genauso stabil. Die Freiwilligen lernen gerade wie diese "grünen(=umweltfreundlichen/nachhaltigen) Steine" hergestellt werden.
Alle 22 Häuser fertiggestellt.
Erschöpft, aber sehrglücklich waren die über 300 Frewilligen am Ende der arbeitsreichen Woche. Wie geplant konnten alle Häuser zum 19.11 fertiggestellt werden und den Familien ihr neues Zu hause feierlich übergeben werden. Nun heißt es Abschied nehmen, auch so manche Träne wurde vergossen, aber über ein waren sich alle einig: Hier beim Khmer Harvest Project in Kambodscha hat Habitat for Humanity zusammen mit allen Helfern etwas Gutes vollbracht. Und darauf sind alle stolz.
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