Unterkünfte für Slumbewohner – Alexandra Neldel baut mit Habitat for Humanity Häuser in Kambodscha

- Alexandra Neldel mit Kindern in Oudong (Foto: Lydia Gries)
Köln, 14.11.2011 - Bereits zum zweiten Mal half Alexandra Neldel als Botschafterin von Habitat for Humanity beim Hausbau mit: Letztes Jahr war sie in Nepal, nun baute sie in Kambodscha mit 300 weiteren Freiwilligen vom 15. bis 19. November an 22 Häusern für Familien, die bisher notgedrungen auf der größten Mülldeponie des Landes, Steung Meanchey, leben mussten. Sie tritt damit in die Fußstapfen von Jimmy Carter, der in dieser Region bereits vor zwei Jahren als Freiwilliger von Habitat for Humanity die erste Bauphase einleitete, um Menschen aus dem Leben im Slum zu befreien. Das jetzige Bauprojekt, der Khmer Harvest Build, baut auf das Jimmy Carter Projekt von 2009 auf und nutzt neu erschlossenes Land.
Alexandra Neldel war von ihrem letztjährigen Freiwilligeneinsatz auf einer Baustelle in Nepal so begeistert, dass sie nun wieder ihre freie Zeit nutzt, um gemeinsam mit Habitat for Humanity Menschen zu helfen, die kein Dach über dem Kopf haben.
„Ich freue mich, diese Hilfsorganisation gefunden zu haben, in die ich mich so unmittelbar einbringen kann. Gemeinsam mit Bedürftigen vor Ort Großartiges zu leisten und durch den Bau von sicheren und angemessenen Unterkünften deren ganzes Leben zum Positiven zu ändern, ohne dass die Menschen fremdbestimmt werden, das ist eine wunderbare und sinnvolle Aufgabe“, so Alexandra Neldel.
Gemeinsam mit anderen Freiwilligen sowie den zukünftigen Bewohnern der Häuser stellte sie zunächst Lehmblöcke aus der vorhandenen Erde her, die dann zum Bau der Häuser verwendet wurden. Außerdem half sie beim Erschließen von Farmland für die örtliche Gemeinde Kandal. Denn neben einem sicheren Wohnumfeld sind Arbeitsmöglichkeiten für die Familien von allergrößter Bedeutung um den Armutskreislauf zu durchbrechen. Das Baugebiet in Oudong liegt etwa circa 40 km von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh entfernt.
In den Städten Kambodschas leben 20 % der Bewohner – das sind über 250.000 Menschen - in Elendsvierteln und Slums, allein auf der Mülldeponie Steung Meanchey leben 1200 Familien. Die Menschen lassen sich mit Planen oder notdürftigen Verschlägen überall dort nieder, wo Platz ist: auf Höfen und Dächern, neben Bahngleisen, an Flussufern und Sümpfen. Die Armut in Kambodscha ist enorm - 26 Prozent der kambodschanischen Bevölkerung leben von umgerechnet 1,25 US Dollar am Tag, viele Menschen haben oft nicht einmal die bescheidenste Grundversorgung.
Habitat for Humanity führt seit 2004 in Kambodscha Projekte zur Armutsreduzierung durch. Derzeit führen zudem die starken Überschwemmungen in Südostasien u.a. auch in Kambodscha dazu, dass viele weitere Menschen in Not geraten.
Die Arbeit von Habitat for Humanity weltweit
Die internationale Hilfsorganisation Habitat for Humanity baut und renoviert in über 90 Ländern mit Hilfe von Freiwilligen und Spenden Häuser für bedürftige Familien und hilft beim nachhaltigen Wiederaufbau in Katastrophengebieten. Habitat for Humanity arbeitet weltweit mit besonders bedürftigen und gefährdeten Gruppen zusammen. Dazu gehören bedürftige Familien und Kinder sowie Frauen, die alleine für ihre Familie sorgen müssen und Menschen, die durch Naturkatastrophen oder Krankheiten Hilfe benötigen. Bisher hat Habitat for Humanity weltweit 500.000 Häuser gebaut und renoviert, mehr als 2,5 Millionen Menschen konnte dadurch geholfen werden.
Habitat for Humanity Deutschland hat seinen Sitz in Köln, ab Januar 2012 wird es darüber hinaus ein Büro in München geben.
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