Gesundheit fängt Zuhause an

In Mstiriza, einem Slum in Malawis Hauptstadt Lilongwe, fehlt es am Grundlegendsten: Die Bewohner, oft kinderreiche Familien, insbesondere aber auch Alleinerziehende, Waisen oder Kranke, haben keinen Zugang zu adäquaten sanitären Einrichtungen. Nicht nur in den bescheidenen Behausungen, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen wie der Grundschule von Mstiriza, sind Grubenlatrinen die einzige Möglichkeit zur Verrichtung der Notdurft. Die 6.200 Schüler stecken sich ständig mit eigentlich vermeidbareren Krankheiten an. Mädchen gehen während ihrer Regel zumeist erst gar nicht in die Schule.
Krankheiten und eine lückenhafte Schulbildung durch häufige Fehlzeiten sind infolgedessen unmittelbar auf die sanitäre Situation zurückzuführen.

Habitat for Humanity hilft in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Schule von Mstiriza sowie lokalen Haushalten die Hygienesituation zu verbessern. Durch den Bau von Toiletten und Handwaschanlagen, aber auch im Rahmen von Informationskampagnen und Schulungsmaßnahmen tragen wir dazu bei, dass sich die Gesundheit der Einwohner und der Schulkinder von Mstiriza maßgeblich verbessert.

Bitte unterstützen auch Sie uns mit Ihrer Spende dabei, dieses wichtige Projekt weiterhin umzusetzen – damit die Kinder gesund zur Schule gehen können!

Geschichten und Gesichter hinter dem Projekt

Die hygienische Situation hat sich für die Familie wesentlich verbessert

„In der Regenzeit war die Situation am Schlimmsten“, erinnert sich die alleinerziehende Mutter Christina. Mit den insgesamt zehn Kindern, um die sie sich kümmert, lebt sie in Mtsiriza, einem Slum von Malawis Hauptstadt Lilongwe. Die eigene Toilette stand dann regelmäßig unter Wasser und war nicht nutzbar. Ihre Kinder und sie mussten ihre Notdurft oftmals im Freien verrichten oder ihre Nachbarn darum bitten, deren Toilette aufsuchen zu dürfen. Vor allem die jüngsten Kinder waren ständig geschwächt, da sie unter häufigen Durchfallerkrankungen und Ausschlägen litten. Sie waren so oft krank dass sie nur unregelmäßig zur Schule gehen konnten. Ihr weniges Geld gab Christina für Medikamente aus. „Ich habe mich so dafür geschämt, dass ich keine hygienische Toilette hatte“, sagt Christina leise und führt fort: „ich bin so dankbar, dass das vorbei ist und ich nun eine funktionierende, abschließbare Toilette und einen Wasserhahn zum Händewaschen habe. Meine Kinder haben diese Erkrankungen jetzt nicht mehr“, lächelt sie. Außerdem kann sie nun ihr Einkommen verbessern, indem sie bei Entleerung der zwei Toilettenbehälter den Inhalt als Dünger für die Landwirtschaft verkaufen kann.