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Habitat for Humanity in Guatemala

Habitat for Humanity in Guatemala

Im bevölkerungsreichsten Staat Zentralamerikas leben etwa 54 Prozent der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze; es besteht ein Wohnungsdefizit für etwa 1,2 Millionen Menschen. Die Unsicherheit des Eigentums- und Erbrechts verschärft die Situation noch. Staatliche Wohnflächen verfügen oftmals nicht über eine Basisinfrastruktur und befinden sich in ungeschützten Gebieten, beispielsweise an Schluchten oder Flussufern.

Die Projekte von Habitat for Humanity

Hausbau, Mikrokredite und Schulungen in Guatemala

Der Besitz von Land ist in Guatemala sehr ungleich verteilt. Mehr als 40 Prozent der Erwerbstätigen fehlt ein Grundstück, auf dem sie sich ein Haus bauen könnten. Der Mangel an verfügbarem Land ist schnell erklärt: Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung kontrolliert den Großteil des bevorzugten Territoriums, was bedeutet, dass etwa 65 Prozent des guatemalischen Landes im Besitz von etwa 2,5 Prozent der großen landwirtschaftlichen Betriebe sind.

Hausbau und Renovierungen

Aufgrund dieser enormen Schwierigkeiten im Bereich des privaten Landbesitzes investiert Habitat for Humanity in Siedlungen. Diese Gemeinschaften verhelfen den Familien nicht nur zu einem sicheren Zuhause, sondern auch zu einem gesetzmäßig eigenen Stück Land sowie dem Zugang zu den wichtigsten Infrastrukturen wie Wasser, Strom und Entwässerung, Straßen und öffentlichen Einrichtungen wie Gemeindezentren. Bis zu 80 Familien oder etwa 400 Menschen können in diesen Siedlungen leben. Das Hausbauprogramm ist sehr umfangreich und wird durch ein großes lokales Freiwilligenprogramm unterstützt. Im Rahmen eines Mikrofinanzierungsprogramms können darüber hinaus Darlehen beantragt werden.

Trainings und Schulungen

Habitat for Humanity führt zudem Trainings durch, beispielsweise im Bereich Finanzplanung. Im Rahmen dieser Trainings lernen die Begünstigten das Aufstellen von Haushaltsplänen, Ein- und Ausgabenanalyse sowie das Anlegen eines Sparplans. Des Weiteren wird über die Vorteile und Risiken einer Darlehensaufnahme bei Habitat for Humanity oder anderen Organisationen informiert.

Die besondere Situation der Kaffeefarmer

Habitat for Humanity verbessert die Lebensbedingungen von Kaffeebauern

Der in Guatemala produzierte Kaffee gilt als einer der besten weltweit. Der große Erfolg und die Qualität des Kaffeeanbaus sind nur dank der vielen Kleinbauern möglich, die ganzjährig hart arbeiten, um ihre Familien versorgen zu können. Eben diese Familien leben jedoch oft unter schlechten Bedingungen in ärmlichen Verhältnissen – sogar meist ohne Zugang zu Strom oder fließendem Wasser. Außerdem sind ihre einfachen Behausungen extremen Wetterverhältnissen oftmals schutzlos ausgeliefert.

Habitat for Humanity Guatemala möchte dafür Sorge tragen, dass diese hart arbeitenden Familien ein sicheres und schützendes Zuhause erhalten.

Übersicht der Projektstandorte für Kaffeefarmer in Guatemala

Projekt Healthy Homes

Mit der dreiteiligen Ausstattung für ein gesundes Zuhause, konzipiert für Familien, die von 2 bis 4 Dollar am Tag leben müssen, wird eine immense Verbesserung der Gesundheit seiner Bewohner erzielt.

Die rauchfreien Öfen haben eine große Wirkung

Rauchfreie Öfen

Im ländlichen Raum Guatemalas ist es üblich, dass im Haus über einer offenen Flamme gekocht wird. Besonders Frauen und Kinder sind dadurch sehr anfällig für Lungenkrankheiten, Reizungen der Augen und Kopfschmerzen. Um dem entgegenzuwirken, installiert Habitat for Humanity sogenannte rauchfreie Öfen. Bei diesen Kochstellen kann der tödliche Rauch durch einen Kamin abziehen und bewirkt zudem eine starke Emmisionsreduktion von 48 auf 7 Prozent. Die Familie wird vor dem gefährlichen Rauch geschützt und verbraucht außerdem
70 Prozent weniger Brennholz als mit den traditionellen Kochstellen.
Die Vorteile der rauchfreien Öfen im Überblick:

  • Emmissionsreduktion um 40%
  • Geringere Rauchentwicklung – gesündere Bewohner
  • Umweltschutz: 70% weniger Brennholz und somit geringere Rodung
  • Weniger Kosten für die Familien

Wasserfilter

Wasserfilter für sauberes Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser kommt in Guatemala nicht einfach aus dem Wasserhahn. Um es trinkbar zu machen, muss das Wasser behandelt werden. Die einfachste und sowohl effektivste als auch effizienteste Art, Wasser zu reinigen, ist durch einen Filter. Der von Habitat for Humanity Guatemala eingesetzte Wasserfilter ist einfach in der Handhabung und Wartung. Dieser Filter kann jederzeit überall eingesetzt werden.

Hygienische Latrinen

Besonders in ländlichen Gegenden ist der Bedarf an verbesserten sanitären Einrichtungen hoch. Die vorhandenen Latrinen sind oft notdürftig errichtet oder nicht funktionsfähig. Habitat for Humanity Guatemala sorgt für belüftete Latrinen zur Verbesserung der Gesundheit und Hygiene.

Gesichter und Geschichten hinter den Healthy Home Kits

Endlich hygienische Toiletten für Simon und Reina
Sauberes Wasser im Haus von Odily
Ein rauchfreier Öfen verbessert die Gesundheit von Matea und ihrer Familie

Das Projekt Healthy Home ist in der Form einzigartig, da es den schwächsten Teil der Bevölkerung stärkt. Die Familien zahlen monetär nur einen geringen Betrag für die Metallteile, die sie für den Einbau der Öfen benötigen. Sie beteiligen sich darüber hinaus durch ihren direkten Arbeitseinsatz („Sweat Equity“). Ein erfahrenerer Handwerker stellt sicher, dass die Öfen korrekt eingebaut werden und funktionstüchtig sind. Die begünstigten Familien werden zudem in der Bedienung und Pflege der Öfen geschult, damit diese ordnungsgemäß zu einer besseren Gesundheit im Zuhause beitragen können.
Erhält eine Familie eine neue Toilette, ist die Vorgehensweise ähnlich. Die Begünstigten leisten einen an deren finanzielle Situation angepassten finanziellen Beitrag, bringen sich aber vor allem durch ihre Mitwirkung beim Aufbau der Toiletten ein und nehmen an Schulungen zur Instandhaltung sowie an Gesundheitstrainings teil.

Habitat for Humanity vor Ort

Habitat for Humanity ist seit 1979 in Guatemala aktiv und nahm von dort aus auch die Arbeit in anderen Ländern Lateinamerikas auf. In den mehr als 35 Jahren konnten bislang mehr als 320.000 Menschen unterstützt werden.

Als Freiwilliger nach Guatemala