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Kinder in Haiti blicken hoffnungsvoller in die Zukunft

Habitat for Humanity in Haiti

Die Armut in Haiti konnte innerhalb der letzten 14 Jahre reduziert werden. Dennoch leben 6,3 Millionen Haitianer in Armut und 2,5 Millionen in extremer Armut. Vor allem im ländlichen Raum sind die Menschen nur schlecht an die Infrastruktur angebunden und lediglich 16 Prozent haben Zugang zu sanitären Anlagen. Viele Menschen sind vom Ausmaß der verheerenden Zerstörungen des Erdbebens 2010 noch immer betroffen.

Habitat for Humanity leistet Katastrophenhilfe

Mehr als 15 schwere tropische Stürme haben Haiti in den letzten 14 Jahren getroffen. Der Inselstaat liegt genau über der Grenze zwischen karibischer und nordamerikanischer Platte und ist deshalb stark erdbebengefährdet. Familien, die in unzureichenden Unterkünften wohnen, sind bei Katastrophen immer in besonders großer Gefahr.

Hurrikan Matthew 2016

© Logan Abassi UN_Minustah

Hurrikan Matthew wütete am 4. Oktober 2016 in der Karibik und an der Südostküste der USA. Besonders schwer traf Matthew den Südwesten von Haiti. Dies ist für die Einwohner besonders verheerend, denn der bitterarme Inselstaat erholt sich noch immer von den Folgen des schweren Erdbebens im Jahre 2010.

Hurrikan Matthew hat mehr als 546 Menschen das Leben gekostet.  Zudem wurden mehr als 200.000 Häuser vollständig oder teilweise zerstört. Insgesamt sind mehr als 1,5 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Hilfe zur Selbsthilfe

© Logan Abassi UN_Minustah

Habitat for Humanity unterstützt den Wiederaufbau in den Regionen Arnaud, Anse-a-Veau und L'Asile durch folgende Maßnahmen:

  • Trainings in den Bereichen Katastrophenvorsorge und Konstruktionstechnik
  • Aufklärungskampagne (katastrophen-) sichere Bauweise
  • Verteilung von Konstruktionsmaterial & Bau von Modellhäusern

Durch diese Projektinhalte wird der Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe intensiviert und nachhaltig umgesetzt. Das Projekt unterstützt mehr als 1.500 Menschen.

Hilfe nach Erdbeben 2010

Die Familie Laventure vor ihrem neuen Zuhause in Santo.

Am 12. Januar 2010 traf ein Erdbeben der Stärke 7 den Karibikstaat nur 10 Meilen westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Das Erdbeben beschädigte fast 190.000 Häuser, von denen 105.000 vollständig zerstört wurden.

In den Regionen Port-au-Prince, Leogane, Simon-Pele und Cabaret konnte durch das Wiederaufbauprogramm insgesamt bereits 55.335 Familien mit Notfall-, Übergangs- und Dauerbehausungen geholfen werden. Im Rahmen der Jimmy und Roselyn Carter Work Projects wurden 2011 und 2012 insgesamt 300 neue Häuser in Santo (Leogane) gebaut mehr als 1.000 Kinder leben allein in dieser Gemeinde. Familien wie die Laventures (Bild) können durch ihre neuen Häuser in Santo in eine gesicherte Zukunft blicken.

Habitat for Humanity vor Ort

Habitat for Humanity hat auf Haiti fast 30 Jahre Erfahrung in Hilfs- und Unterstützungsprogrammen für Familien. Von der Katastrophenhilfe abgesehen, konnte Habitat for Humanity mehr als 2.000 Familien mit Projekten im Hausbau durch Neubauten und Hausmodernisierungen helfen. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Gemeinden und staatlichen Akteuren ist sowohl bei Bauprojekten als auch in der Katastrophenvorsorge von größter Bedeutung.